Der Kurort St. Wolfgang in der Fusch war, wie aus verschiedenen urkundlichen Aufzeichnungen hervorgeht, sehr alt. Denn nach einem solchen Dokument vom Jahre 1417 stand auf einem Hügel bereits eine ansehnliche, zweitürmige Kirche. Dass bereits zu jener Zeit in dieser abgelegenen Gegend eine verhältnismäßig große Kirche stand, erklärt sich wohl aus dem Umstand, dass am Weichselbach damals, ähnlich wie am Hirzbach und auf der Schiedalpe in der Schmalzgrube, lebhafter Bergbau betrieben wurde, und zahlreiche Arbeiter beschäftigt waren.
Im Jahre 1702 wurde die Kirche durch eine Staublawine zum größten Teil zerstört, nachdem sie bereits in den Jahren 1643 und 1686 durch Lawinen stark beschädigt worden war. Nach der Zerstörung der Kirche, welche damals im Rang eines Vicariates stand, wurde der Gottesdienst in die St. Ägydius-Kirche nach Dorf Fusch verlegt. Später wurde eine neue, kleinere Kirche erbaut, die heute noch besteht. Aber auch an dieser Stelle war das Kirchlein nicht ganz sicher. In den Jahren 1844, 1882 und 1892 wurde sie immer wieder von Lawinen beschädigt.


