Ein herzliches Grüß Gott in Fusch

Fusch, ein kleiner Ort mit vielen Attraktionen in nächster Umgebung.

Im Herzen des "Nationalpark Hohe Tauern", Ausgangspunkt  der weltberühmten Großglockner Hochalpenstraße.

Das Ortszentrum mit der Kirche und dem Gebäude des Tourismusverbandes wurde mit viel Liebe restauriert und gestaltet. Eine Besonderheit ist das Ferleitental, ein Hochtal umrundet von mehreren 3000er Gipfeln der Hohen Tauern. Dort befinden sich Schutzgebiete mit seltenen Orchideen und dort entspringt auch die Fuscher Ache, ein traumhaft schönes Fliegenfisch Gewässer.

Genießen Sie die Reise durch unsere Homepage, überzeugen Sie sich über die vielfältigen Möglichkeiten in unserer wunderschönen Bergwelt.

Vielleicht können wir Sie schon bald in Fusch willkommen heißen!

Zur Gemeinde Fusch
 

Tourist Information Fusch
Zeller Fusch 85
5672 Fusch an der Glocknerstraße
Tel.: +0043(0)6545 7295 20
Mail: info@grossglockner-zellersee.info 
Web: www.grossglockner-zellersee.info 

Öffnungszeiten:
8:00 bis 12:00 Uhr
in den Sommermonaten
8:00 bis 12.00 Uhr und 15:00 bis 18:00 Uhr
Änderungen vorbehalten -lt.Aushang  

Wir freuen uns über Ihr Kommen!
Das Team des TVB Grossglockner-Zellersee wünscht Ihnen einen erholsamen und schönen Urlaub! 

 

Bad Fusch

Wandert man von Fusch auf der Badstraße etwa eine Stunde leicht ansteigend ins Weichselbachtal. So kommt man in den ehemals berühmten, heute aber verfallenen Höhenkurort Bad Fusch (1188m). Das "Bad in der Fusch" war schon im 15 Jhdt. unter der Pinzgauer Bevölkerung bekannt. Die ersten Heilungssuchenden waren wahrscheinlich Bauern aus dem stark versumpften Oberpinzgau, die damals häufig unter dem "Wechselfieber" zu leiden hatten.
Im Jahre 1417 soll der Kurort sogar eine zweitürmige Kirche besessen haben, was zwar nicht wegen der Bedeutung als Kurort, wohl aber wegen dem Silberbergbau besonders auf dem Kühkarkopf im Weichselbach möglich ist.
Das in alter Zeit als Bauernbad bekannte Bad Fusch erlangte am Endes des 18. Jhdts. immer mehr Bedeutung. Als Blütezeit kann die 2. Hälfte des 19. Jhdts. bezeichnet werden.

Ein großer Förderer und Gönner war der Salzburger Fürsterzbischof Friedrich Schwarzenberg, nach dem die stärkste Quelle "Fürstenquelle" benannt ist. Er besuchte von 1829 bis 1843 regelmäßig den Kurort und besaß hier ein Haus. Er war auch als begeisteter Alpinist bekannt und bestieg mit dem Bergführer Johann Holzer, unter dem Namen Bad-Hans weitum bekannt, viele der umliegenden Gipfel. Der Hohe Tenn wurde von ihm erstmals bestiegen. Der Erzbischof ließ in der Umgebung des Kurortes Unterstandshütten errichten und Spazierwege anlegen. Der heute verfallene Fürstenweg führte von Bad Fusch nach Ferleiten. Schicksalshaft waren die Lawinenkatastrophen, die den Kurort immer wieder heimsuchten. Im 17. Jhdt. zerstörte eine Lawine die Mitterkar Kirche und mehrere andere Gebäude. Deshalb wurde das Gotteshaus 1705 an einem sicheren Platz neu erbaut. Es war dem Hl. Wolfgang geweiht. Das erklärt sich daraus, weil Wolfgangkultstätten häufig in der Nähe heilkräftiger Quellen zu finden sind. Auch Wallfahrten wurden hierher durchgeführt. 1844 beschädigte neuerdings eine Lawine die Kirche und vernichtete das Schwarzenbergsche Wohnhaus. Die Schäden wurden wieder behoben, die zerstörte Einrichtung der Kirche von wohltätigen Kurgästen ersetzt. Später erhielten die Gebäude durch ausgedehnte Waldpflanzungen einen natürlichen Schutz.
Trotz der schweren Schicksalsschläge erlangte der Kurort immer mehr Ansehen im In- und Ausland. 500 Badegäste kamen am Ende des 19. Jhdts. in den Sommermonaten hier her. Die Maler der Romantik entdeckten Bad Fusch bald als reizendes Motiv. Deshalb gibt es auch eine Reihe von Kupferstichen und Gemälden des "Fuscherbades" aus dem 19.Jhdt. Zu nennen sind u.a. Georg Pezold, Friedrich Loos, Heinrich Reinhold, Jakob Alt. Auch der bekannte Dichter Hugo von Hofmannsthal besuchte in jungen Jahren mehrmals Bad Fusch. Neuen Aufschwung erlebte der Ort durch den Bau der Badstraße im Jahre 1893. Eine weitere Modernisierung erfolgte durch die Verbesserung der Quartiere in den beiden Hotels, die Anlage eines Schwimmteiches, einer Kegelsbahn und eines Tennisplatzes. Von Bruck bis Bad Fusch wurde ein Stellwagendienst eingerichtet und im Ort ein Saisonpostamt eröffnet. Von den elf Heilquellen finden heute noch die Fürstenquelle, die die ergiebigste ist, die Augenquelle und das Leberbründl Beachtung. Sie enthalten nur wenige mineralische Bestandteile, wie Natriumsulfat, Magnesiumkarbonat, Kieselsäure u.a. Sie sind aber reich an natürlicher Kohlensäure und haben eine gleichbleibende Temperatur von ca. 6,2 Grad Celsius. Das Wasser hat eine erfrischende und belebende Wirkung. Es regt den Appetit an, fördert die Verdauung und den Blukreislauf. Auch gegen Frauenleiden wurde den Quellen eine Heilwirkung zugeschrieben. Patienten, deren Beschwerden auf Schwächungen des Nervensystems zurückzuführen sind, fanden hier Linderung oder Heilung ihrer Gebrechen. Trinkkuren, Bäder und die Höhenluft gehörten zur Therapie des Kurarztes. Bald nach dem Ersten Weltkrieg begann allerdings ein unaufhaltsamer Niedergang. Die ungünstige Verkehrslage und die starke Konkurenz wurden spürbar. Mehrmals wechselten die Besitzer. Brände suchten das Heilbad heim. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Versuch unternommen, den Kurort wieder zu beleben. Leider blieb ein großzügig geplantes Projekt wegen finanzieller Mißgriffe hoffnungslos auf der Strecke. Heute ist der ehemalige Kurort wegen seiner Weltabgeschiedenheit und lieblichen Landschaft ein beliebtes Ausflugsziel. Gemeinsam bemühen sich nun Besitzer, Gemeinde und Tourismusverband in kleinen Schritten um die Revitalisierung dieses Ortes.

Entnommen aus: "Der klimatische Höhen-Kurort St. Wolfgang - Fusch im Herzogthum Salzburg" von Dr. phil. Johann Fuchshofer und Dr. med. Ferdinand Martin aus dem Jahre 1896 Braumüller´s Bade-Bibliothek

Fürstenquelle

Ihr hat der Kurort eigentlich seine Bedeutung und sein Aufblühen zu verdanken, obgleich es nach den neueren medizinisch-klimatologischen Forschungen außer dem Wasser noch andere Heilfaktoren gibt, welche geeignet sind, den Ruf eines Kurortes zu begründen und zu erhöhen.

Die Quelle führt ihren Namen nach dem Cardinal Fürsten Schwarzenberg, dessen Eigenthum sie seinerzeit war. Sie liegt in dem Einschnitt zwischen den beiden Parkwäldchen, unmittelbar neben der Sebastiankapelle und ist ungefähr 200 Schritte von den Kurhäusern entfernt. Vom Flatscherschen Haus führt am Rande des gleichnamigen Parks ein angenehmer, schattiger Promenadeweg und von Weilguni’s Kurhaus ein breiter, bequemer Fahrweg zur Quelle. Nach einem amtlichen Aktenstück des ehemaligen Pfleggerichtes Taxenbach war es der um den Kurort hochverdiente damalige Pfleger von Taxenbach, Johann Zehetner, welcher in den Jahren 183I - 1832 „die Quelle, die früher ganz unbedeckt in einen kleinen Graben ausfloss, so dass man das herrliche Wasser nur mit Mühe aufschöpfen und genießen konnte, in eine erhöhte Lage bringen und über diese eine hübsche hölzerne Rotunde "aufführen" ließ.

Dieselbe stellt einen geräumigen Pavillon aus Holz dar, welcher sich auf einer niedrigen Grundmauer erhebt. Hier bricht nun mitten aus klaffenden Felsen ein mächtiger Quell des reinsten und klarsten Gebirgswassers hervor, welches im Laufe der Zeit wegen seiner herrlichen Eigenschaften und vortrefflichen Wirkungen zu hohen Ehren gelangt ist. Das zu jeder Zeit mit gleicher Mächtigkeit aus dem Gestein hervorsprudelnde Wasser stürzt in Gestalt eines zierlichen, kleinen Wasserfalles in eine Vertiefung während ein Teil desselben durch eine trichterartig erweiterte Röhre aufgefangen und durch eine rosettenähnlich gemeisselte Marmorscheibe in ein muschelförmiges Marmorbecken geleitet wird, aus dem es ringsum in ein zweites, am Boden befindliches, weites, steinernes Becken abfließt.

Die beiden Wasserbecken sind vorne mit einer Holzbrüstung von entsprechender Höhe umgeben. Auf der Rückwand bemerken wir oben rechts und links je eine Tafel, welche beide den eintretenden Kurgast mit sinnigen Versen begrüßen, von denen die auf der linken Seite befindlichen nur eine neue, stilistisch und metrisch verbesserte Auflage des rechts angebrachten Originals bilden.

Dieselben lauten:
Du kommst hierher zu dieser Quelle,
Betritt mit Erfurcht ihre Schwelle!
Bedenke, dass es Gott nur ist,
dem wir es danken, dass sie fließt.
Durch Gottes Kraft ist sie gegeben,
zu fristen unser kurzes Leben,
darum, o Mensch, nimm dankbar teil,
und sie gereicht zu deinem Heil!

Das Wasser der Fürstenquelle kommt zunächst aus der (im topographischen Teile beschriebenen) alten Gletschermuräne, und zwar aus der unteren Partie, deren letzter Ausläufer mit dem Flatscherschen Parkwäldchen bedeckt ist. Das Sammelgebiet der Quelle reicht jedoch, nach der Stärke derselben zu urteilen, noch ungleich weiter und steigt, wie die äußere Gestaltung des Terrains mit ziemlicher Sicherheit andeutet, in Form eines schmalen, gleichschenkeligen Dreieckes, dessen Basis der zum Schönanger führende Fahrweg bildet, bis in die Nähe der ehemaligen "unteren Embachalpe" und vielleicht sogar noch über diese hinauf. Vorausgesetzt, dass diese Annahme richtig ist, so fließt das Wasser der Quelle im oberen Theile durch Kalkglimmerschiefer, welcher hier das vorherrschende Gestein bildet, während es in seinem unteren Lauf durch zahlreiche Hohlräume der Gletschermoräne läuft und in denselben die verhältnismäßig große Menge freier Kohlensäure aufnimmt, welche die chemische Analyse nachweist. Auch der Umstand, dass das Wasser im Frühjahr, wenn der Schnee schmilzt, einen unangenehmen, faden Geschmack annimmt, deutet mit ziemlicher Sicherheit darauf hin, dass eine Partie, und zwar speziell der untere, weniger geneigte Teil des Quellgebietes, aus lockeren, von zahlreichen Höhlungen durchzogenen Schichten bestehen müsse, welche das langsam abträufelnde Schneewasser leicht in größerer Menge durchlassen. Wie bereits erwähnt, ist der Fürstenbrunnen die stärkste unter den Fuscher Quellen und fließt das ganze Jahr hindurch mit gleicher Mächtigkeit. Was nun die Beschaffenheit des Wassers betrifft, so ist dasselbe während der Sommerzeit vollkommen krystallhell, ohne eine Spur von Geruch oder Beigeschmack, perlt nach dem Einfließen im Glase ungewöhnlich stark und trinkt sich äußerst angenehm, und zwar auch noch dann, wenn es bereits einige Zeit gestanden ist. Die mittlere Temperatur des Wassers während der Kurzeit beträgt 6,2o C. Die bisher beobachteten Schwankungen betrugen nicht ganz 1o C. Gegen den Spätherbst zu steigt die Temperatur, und im Winter verliert das Wasser nach der Versicherung der Einheimischen seine ganze Frische, indem es ganz lau, wird.

Augenquelle

Die Augenquelle entspringt mitten im Ort, und zwar am Fuße des Flatscherschen Parkhügels, unmittelbar vor dem Krämerhause (Villa "Schwarzkopf"). Dieselbe soll über Anordnung des Cardinals Schwarzenberg gefasst worden sein und von dessen Baumeister Moser gleichzeitig mit der von ihm renovierten Fürstenquelle die gegenwärtige Einrichtung erhalten haben. Sie bezieht ihr Wasser, ihrer Lage nach zu urteilen, aus dem Untergrunde des genannten Hügels und kommt, wie schon erwähnt, aus bedeutender Tiefe. Sie ist, ähnlich wie die Fürstenquelle, mit einem hölzernen Pavillon umgeben, welcher mit Sitzplätzen versehen ist und durch seine zwei seitlichen Eingänge den Durchgang gestattet. Der Strahl fließt ungefähr in Fingerdicke, und zwar stets in ziemlich gleicher Stärke, aus einer gußeisernen Röhre in ein steinernes Becken, aus welchem das Wasser durch eine am Grund befindliche Öffnung wieder abläuft. Die Quelle galt beim Landvolk stets als augenstärkendes Mittel und wird von demselben noch gegenwärtig als solches in Ehren gehalten, daher ihr Name. Ihre Temperatur zeigt. während der Saison constant 6° C. Das Wasser trinkt sich sehr angenehm und wirkt in geringem Grad lösend, während die Fürstenquelle, jedoch zumeist nur in der ersten Zeit des Gebrauches, die gegenteilige Wirkung hervorbringt. Dieser Umstand dürfte ohne Zweifel dem größeren Gehalt an schwefelsauren Alkalien zuzuschreiben sein.

Der Kurort St. Wolfgang der inFusch war, wie aus verschiedenen urkundlichen Aufzeichnungen hervorgeht, ist sehr alt. Denn nach einem solchen Dokument vom Jahre 1417 stand auf einem Hügel bereits eine ansehnliche, zweitürmige Kirche. Dass bereits zu jener Zeit in dieser abgelegenen Gegend eine verhältnismäßig große Kirche stand, erklärt sich wohl aus dem Umstand, dass am Weichselbach damals, ähnlich wie am Hirzbach und auf der Schiedalpe in der Schmalzgrube, lebhafter Bergbau betrieben wurde, und zahlreiche Arbeiter beschäftigt waren.

Im Jahre 1702 wurde die Kirche durch eine Staublawine zum größten Teil zerstört, nachdem sie bereits in den Jahren 1643 und 1686 durch Lawinen stark beschädigt worden war. Nach der Zerstörung der Kirche, welche damals im Rang eines Vicariates stand, wurde der Gottesdienst in die St. Ägydius-Kirche nach Dorf Fusch verlegt. Später wurde eine neue, kleinere Kirche erbaut, die heute noch besteht. Aber auch an dieser Stelle war das Kirchlein nicht ganz sicher. In den Jahren 1844, 1882 und 1892 wurde sie immer wieder von Lawinen beschädigt.

St. Wolfgang im Weichselbachtal war in früheren Zeiten ein sehr besuchter Wallfahrtsort. In den Jahren 1890 und 1891 wurde die Kirche einer gründlichen Restauration unterzogen. Mit dem Niedergang des Kurortes verfiel auch das Kirchlein und war schon eine Ruine. Doch nach 1985 nahmen sich Pfarrer Matthias Oberascher, Mechanikermeister Schmidinger Alexander und der Fuscher Kameradschaftsbund dieser Kirche „St. Wolfgang“ an. Sie retteten die seit Jahren dem Verfall preisgegebene Kirche unter Mitwirkung der Bevölkerung. Die Altäre wurden von der Familie Jordan restauriert.

Heute werden monatlich einmal währen der schneefreien Zeit an Samstagen Gottesdienste abgehalten. Am 2. Sonntag im September gibt es einen Bittgang vom Dorf Fusch zur Kirche nach Bad Fusch. Dafür zeichnen Pfarre und Kameradschaft verantwortlich. Jedes 2. Jahr gibt es auch eine „Jägermesse“, weshalb die Kirche auch den Beinamen „Hubertuskirche“ erhalten hat. Neuerdings wird dieses kleine Kirchlein „St. Wolfgang im Weichselbachtal“ immer häufiger als Hochzeitskirche auserwählt.